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Eisenstadt, 25. November 2010. – Der heutige Tag ist der Beginn der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“, einer internationale Kampagne für die Anerkennung von Frauenrechten als Menschenrechte. „Gewalt gegen Frauen ist der größte Menschenrechtsskandal unserer Zeit, ob in den reichen Industriestaaten ebenso wie in den so genannten Entwicklungsländern, in Demokratien wie in Diktaturen, in allen Gesellschaftsschichten und Bildungsniveaus. Am heutigen Tag hissen wir gemeinsam die Fahne gegen Gewalt an Frauen. Wir denken dabei an alle, die in mitten von häuslicher Gewalt leben müssen und für die Gewalt Alltag ist.“, so Frauenlandesrätin Dunst.Jede fünfte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens häusliche Gewalt. Im Burgenland wurden im Jahr 2009 156 Wegweisungen verzeichnet, im Jahr 2010 bis dato 107. Im Jahr 2008 wurden österreichweit 38, 2009 insgesamt 53 und 2010 bis September 57 Frauen getötet. Landesrätin Dunst:„Das ist aber leider nur die Spitze des Eisberges. Die Dunkelziffer im Bereich der privaten/familiären Gewalt ist sehr hoch. Gewalt gegen Frauen ist ein weltweites, aber kein unvermeidbares Problem. Es liegt in unserer Hand, ihr ein Ende zu setzen. Die Luftballone, die wir gemeinsam mit dem Frauenhaus steigen lassen, sind mit Wünschen versehen. So schicken wir symbolisch „good vibrations“, sowie Kraft, Mut und Zuversicht in die Welt.“, so Dunst.
16 Tage gegen Gewalt
Jährlich machen weltweit vom 25. November bis 10. Dezember Fraueneinrichtungen in Form verschiedenster Aktivitäten auf die Bedrohung von Frauen durch männliche Gewalt aufmerksam. Österreich nimmt seit 1992 (koordiniert vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser) an der Kampagne teil, die erstmals im Jahr 1991 (ausgehend vom Center for Women`s Global Leadership, USA) stattgefunden hat.
Der 25. November markiert den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, der 1981 am ersten lateinamerikanischen Frauenkongress in Bogota, Kolumbien, in Gedenken an die drei Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal proklamiert wurde. Diese wurden am 25. November 1960 vom dominikanischen Geheimdienst im Auftrag des Diktators Rafael Leonidas Trujillo in einem Hinterhalt brutal ermordet. Der 10. Dezember ist seit 1948 der „Internationale Tag für Menschenrechte“ und bildet den Abschluss der Kampagne.











